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Das magische Handwerk

 
 
 
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Thema Das magische Handwerk - Photographie mit Bromsilbergelatine-Emulsion

Beschreibung Metallverwandlung durch Transmutation? Was ist so aufregend an dem Gedanken, Quecksilber in Gold zu verwandeln?
Man stelle sich vor:
Hätten wir Heutigen die Fotographie nicht, keine Kameras, keine Linsen, hätten wir nur hingekritzelte Fragmente alter Alchemisten, die konstantierten, sie wären in einem dunklen Kasten erzeugt, mit einem stecknadelgroßen Loch, in einer hauchdünnen Schicht tierischer Substanz verborgen. Auch würden diese Alchemisten behaupten, sie hätten diese Bilder dem Lichte entlockt, und dieses Wunderwerk ins Silber gebannt und sie hätten es später, in einem dunklen Raum, bei rot abgeschirmten Kerzenschein hervorgezaubert, seitenverkehrt, unräumlich und dauerhaft!
Was würden wir da wohl denken?

Ort Schreinerei der Kooperative Dürnau

Zeitraum Ganzjährig

Dauer 1 Tag

Kursinhalte Unsere Zutaten sind Wasser, Gelatine, Silbernitrat und die vorerst an das Kalium gebundenen Salze der Halogene Iod und Brom. Die Bromsilbergelatine-Emulsion ist das photochemische Verfahren, das seit seiner Vervollkommnung durch Charles Bennet bis zum heutigen Tag die lichtempfindliche Schicht auf unseren Filmen im wesentlichen bestimmt.
Im ersten Schritt werden die noch wenig lichtempfindlichen Bromsilberkristalle aus der Reaktion von Silbernitrat mit Kaliumbromid in Gelatine gefällt und durch kontinuierliches Rühren unter Zufuhr von Wärme in Bewegung gehalten.
Der zweite Schritt wird durch das rege Kristallwachstum der Silberbromidkristalle bestimmt und als physikalische Reifung bezeichnet.
Im dritten Schritt werden störende Salze aus der Emulsion herausgewaschen.
Im Stadium der chemischen Reifung wird die Lichtempfindlichkeit der Kristalle weiter gesteigert. Diese Phase findet schliesslich ihren Abschluss mit dem Auftragen der Emulsion auf einen Schichtträger.
Aber es dauert, bis man ein Negativ in den Händen hält und weiss, was man zusammen gebraut hat. Wie in der Pionierzeit benutzen wir unsere Augen: denn die Emulsion verfärbt sich, je nach Rezept, von rot zu gelb über grün bis hin zum blau-violett.
Das Kochen einer Emulsion ist ein komplexer Prozess, der sich mit Unterbrechungen über mehrere Stunden hinzieht. Wegen der Arbeit im Rotlicht müssen die einzelnen Schritte schon vorher klar sein und alles Werkzeug seinen Platz haben und der Prozess in der Folge auch sauber durch die Hände laufen. Das erfordert etwas Übung und Erfahrung, damit Raum für Beobachtungen bleibt, von denen wir so viele wie möglich machen wollen.

Materialbedarf In den Kosten enthalten

Teilnehmer ab 2 Teilnehmer

Leitung Jan Hinrichs

Kosten 70 €