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  Aus Wikipedia:
Weil in unserer Gesellschaft Wissen verlangt wird, besteht lebenslang ein äußerer Druck, möglichst viele Informationen aufzunehmen. Wissen und Lernen allein ergeben jedoch noch keine Bildung, daher kann auch ein wissensbasierter Bildungskanon nicht mehr sein als ein wichtiges Hilfsmittel der Förderung von Bildung.

Johann Gottlieb Fichte:
Das Ich als Werk meiner Selbst


Wissen und Bildung unterscheiden sich etwa so wie Wissen und Können – in ihrem Erwerb und ihrer Anwendung.
Das Wissen kann man an einer Wissensquelle abfragen, ablesen oder herunterladen, Können hingegen beruht auf einer Eigentätigkeit und wird durch Übung erworben. Für eigenes Können ist es kaum hilfreich, alles zu wissen, was die Könnerschaft ausmacht. Ob es um die Beherrschung eines Musikinstrumentes, den perfekten Abschlag beim Golf oder das Gedankenmachen geht – erst durch vielmaliges Üben steigen wir stufenweise zur Meisterschaft auf.
Nur aus eigener Anstrengung, durch fortwährendes Erüben und Handeln gestalten wir unser Leben.
So ist es auch mit der Bildung. Bereits aufgesammeltes Wissen können wir nur mit Bildungsanstrengungen bewahren. Da hängt alles von unserem Wollen und Können-Wollen ab. Und hier scheiden sich die Geister in der Auswahl dessen, was behalten wird und was man damit macht.

Viele unserer pädagogischen Provinzen sind zu Zuchtanstalten sozialabgabenpflichtiger Arbeitnehmer herabgesunken. Schul- und Universitäts-Bildung erheischen oft nur noch den Anspruch, die Wirtschaft angemessen zu versorgen und den Absolventen einen "besseren" Beruf in Aussicht zu stellen, dessen ökonomische Bevorzugung die Mittel beschafft, mit denen der Lebensrest bequem gestaltet werden kann.
Die Bildungseinrichtungen haben nicht mehr den Mut, handlungsfähige Menschen hervorbringen zu wollen und bleiben beim Entwickeln und Bescheinigen von Fertigkeiten stehen. Trotzdem kommen viele Menschen zu Bildung. Aber immer mehr Menschen spüren, dass sie Bildung brauchen, ihrer bedürfen, ja, dass sie bildungsbedürftig sind. Für ihren Bedarf finden sie keine Hilfe, keine Unterstützung, keine Anleitung. Für diese Menschen muss mehr geschehen.

Die Dorf-Universität will ein Bildungsort sein für solche Menschen, die sich aus ihren Einsichten und Erfahrungen bewogen fühlen, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben. Durch Jahrzehnte sind Menschen mit diesem Bedürfnis zur Kooperative in Dürnau gekommen, aus unterschiedlichsten Gründen. Manche sind durch Erkrankung oder Schicksalsbegebenheiten aus ihren Gleisen geworfen worden. Andere wollen eine lang währende Unzufriedenheit abschaffen oder leiden unter sozialer Inkompatibilität. Manche gönnen sich eine Auszeit oder stecken zwischen Schule und Studium oder Studium und Beruf ohne Perspektive fest.

Dorf-Universität ist mehr als "vom Leben lernen".
Unser Dorf ist der Campus, zwischen Arbeiten in der Landwirtschaft und am Computer spielt sich das werktätige Leben ab. Das Sozialleben pendelt zwischen den Polen der Menschen, die Schwierigkeiten haben und solchen, die Schwierigkeiten machen – eine solide Basis für Wachheit und Offenheit (und für die Finanzierung des Studiums).
Obwohl das alles nach "wildem Süden" klingt, gibt es verbindliche Voraussetzungen.

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